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Unternehmen im Gewerbepark

Eine Erfolgsgeschichte

 

1802 sucht Franz Xaver Lang den idealen Standort für eine Spinnerei und findet sie an der verkehrsgünstigen Hauptverkehrsstraße zwischen Wien und Eisenstadt am Kalten Gang. Der Kalte Gang ist ein Grundwasserfluß, der in Ebreichsdorf entspringt, das ganze Jahr annähernd die gleiche Wassermenge liefert und im Winter nie zufriert.

1844 übernimmt Julius Montadon die Lang´sche Baumwollspinnerei.

1874 kaufen die Brüder Sigmund und Jakob Fraenkel die Gebäude und richten darin eine Hutfabrik ein. Damit beginnt eine der wichtigsten Epochen der heutigen Stadt Ebreichsdorf.

1910 kann der berühmte Architekt Leopold Simony für den Entwurf eines Arbeiterhauses gewonnen werden.

1935-1938 arbeitet unter anderen der in Ebreichsdorf geborene Franz Hubmann als Textiltechniker und Modedesigner in der Hutfabrik. Er wird später einer der bedeutensten Fotografen unserer Zeit.

1955 wird die Hutfabrik von der Creditanstalt an die Valentin Mehler AG in Fulda (BRD) verkauft. Die Fa. Mehler ist ein 1837 gegründetes Unternehmen, dass auch heute noch international aktiv ist.

1957 kauft die Valentin Mehler AG auch die Hutfabrik "Brüder Böhm" in Wien. Ing. Walter Sowa wird Direktor beider Fabriken.

1962 wird Herr Gernot Treder neuer Direktor. Es beginnt die Produktion von Damen- und Herrenmäntel unter der Marke "VALMELINE". Der Markenname existiert noch heute.

Bald wird der Platz zu eng, und so wird 1964-1968 auf den freien Feldern Richtung Wien neue Hallen zur Aufnahme der "VALMELINE"-Produktion geschaffen.

1968 wird die Hutfabrik DOBESCH in Wien zugekauft. Zur Valentin Mehler AG gehören nun in Österreich:

  • Ebreichsdorfer Filzhutfabrik AG (EFAG)
  • Brüder Böhm Hüte, hieraus entsteht später die Bekleidungsfirma "Valmeline"
  • Dobesch Hüte, wird später als Kindermützenhersteller "Impidimpi" bekannt

1971 wird nach fast 100 Jahren die Stumpen und Hutproduktion der EFAG eingestellt. Das Areal der Hutfabrik wird der neugegründeten "Edlinger Ebreichsdorfer Textilveredelungsgesellschaft m.b.H." überlassen. An dieser sind die EFAG und die Schweizer Awarding AG mit Baron Richard Drasche - dem Ebreichsdorfer Schlossbesitzer - beteiligt.

1972 kauft die Awarding AG alle Anteile der Edlinger Textilveredelungesellschaft m.b.H. und der Valentin Mehler AG.

1973 verlässt Dir. Treder die Firma. Die Markennamen "Valmeline" und "Impidimpi" werden nicht mehr genützt, dafür steht ab nun der Name "Viennaline".

1975 ist die Awarding AG insolvent, die Fa. Schöps übernimmt den Betrieb in der "Valmeline"-Halle.

1980 erwerben die Brüder Fa. Küster aus Ehringshausen (Deutschland) den Arealteil zwischen Kalten Gang und "Valmeline"-Halle. Die Fa. Küster stellt Seilzüge und Federn für Automobile her. Die Fa. Benesch die ebenfalls Federn herstellt mietet sich ein. Die große Leuchtreklame KÜSTER-BENESCH begrüßt jahrelang die Ebreichsdorf am Ortsbeginn.

1982 schließt die Fa. Schöps den Betrieb in Ebreichsdorf, später kauft die Fa. Dr.Liebe-Herzing die Hallen und stellt bis zu ihrer Insolvenz 2002 unter dem Namen Rota-Schneider Schneidemaschinen für die Papier- und Druckindustrie her.

1993 übersiedelt die Produktion der Fa. Benesch in das bis dahin leer stehende Objekt 2.

1995 stellt die Fa. Küster den Betrieb ein.

1997 kauft die Fa. Riha Immobilienverwaltung das Areal der Fa Küster. Die Fa. Riha verlegt die Produktion von Kunststofffenstern nach Ebreichsdorf. Später erzeugt sie Sicherheitstüren.

Nach und nach wandelt sich das Gelände zu einem Gewerbepark, in dem sich mehrere Unternehmen einmieten. 

2007 geht das Areal an die "Gewerbepark Wienerstraße 114 GesmbH." über.

2009 werden die neu gebauten Hallen A-H bezogen.

2010 werden die Hallen I-O bezogen.

2012 werden die Hallen P-W bezogen.

 

Quellen:

Heimatmuseum Unterwaltersdorf

Architekturzentrum Wien